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Bayerischen Dachshundklub gegr. 1893 e.V.
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Eine Prüfung für Helden
Internationale Vollgebrauchsprüfung der Dackel (InterVGP) im Griesbacher Forst
Olympia könnte nicht spannender sein als die Internationale Vollgebrauchsprüfung (InterVGP) die der Bayerische Dackelklub für 6 Gespanne aus ganz Deutschland am 10. und 11. Oktober 2026 in Bad Griesbach ausrichtete. In der in grünen Farben des Waldes und dem Anlass entsprechend jagdlich dekorierten Wirtsstube beim „Wirt z´Uttlau“ in Haarbach trafen sich alle Beteiligten am Vorabend zum „Grünen Abend“, der mit Jagdhornklängen der „Griesbacher Jagdhornbläser“ unter Leitung von Hornmeisterin Beate Bauer festlich umrahmt wurde. In entspannter Atmosphäre konnten sich die Richter Ullrich Sand, Dr. Martina Schmiedhuber, Georg Greil und die TeilnehmerInnen vor dieser anspruchsvollen Prüfung kennenlernen. Prüfungsleiter und Landesobmann für Jagdgebrauchswesen des BDK, Martin Kremmling, und 1. Vorsitzender des Bayerischen Dackelklubs, Torsten Erlemeier, begrüßten die aus Schwaben, Oberbayern, Baden Württemberg, Hessen und sogar aus Niedersachsen angereisten PrüfungsteilnehmerInnen aufs Herzlichste. „Wer die VGP führt, ist ein Held“!, Mit diesen starken Worten eröffnete Martin Kremmling den Abend, gab gemeinsam mit dem Leistungsrichter des Schweizerischen Dachshundklubs (SDC) Ullrich Sand, einen ausführlichen Überblick über den Ablauf der kommenden zwei Prüfungstage und beantwortete Fragen der teilnehmenden Kandidaten.
Der regnerische Samstagmorgen begann für die Gespanne „Evi von der Mooreiche“ (RT) mit Monika Bosse, „Gusti vom Weiten Feld“ (RT) mit Nicole Vollmer, „Trulla von Osterwede“ (KT) mit Dieter Schwittek, „Bärbel vom Vördener Moor FCI“ (KT) mit Michael Krause, „Done von der Gründlach“ (RT) mit Dagmer Metzger und „Agent Atze vom Henriettenwald FCI“ (KT) mit Marie Mildner mit der Arbeit unter der Erde in der Schliefenanlage von Rudolf Aigner. Nach dem Ausscheiden von 2 Gespannen standen im Jagdrevier Griesbacher Forst, das von Revierförster Moritz Sinnhuber betreut wird, die Gehorsamsfächer „Leinenführigkeit“, „Ablegen und Schussruhe“ sowie „Benehmen am Stand beim Treiben“ auf dem Programm. Auch hier schied ein weiteres Gespann bei der Prüfung aus. Mit vollem Einsatz und bravourös meisterten die drei verbliebenen Gespanne die Stöberarbeit im Wald und den Wassertest mit Schussfestigkeit. Am späteren Abend gab sich Mag. Sebastian Hochradl, Präsident des Österreichischen Dackelklubs die Ehre und wünschte den verbliebenen HundeführerInnen für den nächsten Tag Glück und Erfolg.
Drei hochmotivierte Teckel mit ihren HundeführerInnen arbeiteten am Sonntagmorgen jeweils eine seit 40 Stunden stehende, 600 Meter lange mit 2 Haken und 2 Wundbetten mit Schnitthaaren und mit 5 Holzscheiben als Verweiserpunkte ausgestattete Schweißfährte. Sechzig alles entscheidende spannnende Minuten – so die Zeitvorgabe laut Prüfungsordnung – die den Hunden ein hohes Maß an Fährtentreue, Finderwillen und Konzentration abverlangen und perfekte Teamarbeit der Gespanne voraussetzen.
Als unangefochtener Sieger ging aus der Internationalen Vollgebrauchsprüfung Michael Krause aus Niedersachsen mit seiner Kurzhaarteckelhünding „Bärbel vom Vördener Moor FCI“ hervor. Er bewältigte als Einziger vollständig und mit hervorragenden 262 Punkten diese ambitionierte Prüfung und konnte damit eine Anwartschaft auf den Titel „Internationaler Arbeitschampion „(CACIT) erlangen.
Der 1. Vorsitzende des BDK, Torsten Erlemeier, zeigte sich in höchstem Maße begeistert über die perfekte Organisation der Veranstaltung, die im Gebiet des Dackelklub Bayerischer Wald ausgerichtet worden war. Richter Ullrich Sand bestätigte der Prüfungsleitung hervorragende und akribische Prüfungsvorbereitung, lobte die Disziplin der Hundeführer und zeigte sich beeindruckt von dem für die Prüfung bestens geeigneten Waldgelände. Höchster Dank galt vor allem Silvia Kremmling, die mit ihrer administrativen Arbeit wie Gestalten und Verschicken der Einladungen, Erstellen von Richter- und Meldekarten, Urkunden und Losen und mit ihrer gesamten Verwaltungsarbeit das reibungslose Gelingen der Prüfung ermöglichte. Prüfungsleiter Martin Kremmling, Richter Ullrich Sand und Torsten Erlemeier gratulierten dem glücklichen Gespann mit einer extra für den Anlass gefertigten Schießscheibe. „Nach vorne schauen und neue Ziele setzen“, dieses Motto gab Martin Kremmling allen HundeführerInnen zum Abschluss mit auf den Weg.
Anspruchsvolle Schweißprüfung ohne Richterbegleitung (40 Std.) – zugleich Auswahlsuche des LV BDK
Am Samstag, den 15. August 2026, fand die Schweißprüfung ohne Richterbegleitung (40 Std.) des Landesverbandes BDK statt. Gleichzeitig wurde diese Prüfung als Auswahlsuche für die Teilnahme an der Bundessiegersuche des DTK durchgeführt.
Sechs Teckel waren für die anspruchsvolle Prüfung gemeldet – und alle sechs Gespanne traten am frühen Morgen an.
Schwierige Bedingungen von Beginn an
Der Treffpunkt war bereits um 7:30 Uhr am Bürgerhaus. Dort konnten sich die Hundeführer bei Kaffee, Süßigkeiten und Obst noch einmal stärken und in entspannter Atmosphäre auf ihren Prüfungseinsatz warten. Die Prüfungsfährten waren bereits zwei Nächte zuvor mit Rehwildschweiß getupft worden. Am Ende jeder Fährte lag eine frische Rehdecke. Die äußeren Bedingungen verlangten den Gespannen einiges ab. Nach einer bereits seit längerer Zeit andauernden Dürreperiode herrschte keinerlei Bodenfeuchtigkeit. Dazu kam ein leichter Nordwind, der die ohnehin schwierigen Fährtenverhältnisse zusätzlich beeinflusste. Das Prüfungsrevier ist wildreich und zahlreiche Verleitfährten von Rehwild, Schwarzwild und Raubwild sorgten für zusätzliche Herausforderungen und verlangten von den Teckeln und ihren Führern höchste Konzentration und konsequente Arbeit.
Prüfungsbeginn
Vor dem ersten Suchengang wurden zunächst die erforderlichen administrativen Punkte erledigt. Neben der Kontrolle von Jagdschein und Impfpass erfolgte die Abgabe der Ahnentafeln. Anschließend fand die gemeinsame Richterbesprechung statt, bevor das erste Gespann zur Arbeit aufbrechen konnte. Nach den Vorgaben der DTK-Prüfungsordnung wurden die Gespanne auf der 40 Stunden stehenden Schweißfährte ohne Richterbegleitung geprüft. Mit Startnummer 1 begann schließlich der erste Teckel seine anspruchsvolle Arbeit. Im Laufe des Tages folgten die weiteren Gespanne – bei den herrschenden Bedingungen eine echte Herausforderung für Hund und Führer.
Zwei Gespanne erfolgreich
Am späten Nachmittag waren schließlich alle sechs Gespanne durchgearbeitet.
Zwei der sechs Teckel konnten die Prüfung erfolgreich bestehen. Beide erfolgreichen Gespanne fanden jeweils einen Verweiser und zeigten damit, dass sie auch unter den äußerst schwierigen Bedingungen an das Ende kamen.
Den begehrten Suchensiegerkrug sicherte sich der Rauhaarteckelrüde:
Derda von der Gründlach mit seiner Führerin Dagmar Metzger
Die Prüfung hat einmal mehr gezeigt, wie anspruchsvoll eine 40 Stunden stehende Schweißfährte insbesondere bei anhaltender Trockenheit, fehlender Bodenfeuchte und zahlreichen natürlichen Verleitungen sein kann. Umso höher ist die Leistung der erfolgreichen Gespanne einzuschätzen.
Auswahlsuche für die Bundessiegersuche
Da die Prüfung gleichzeitig als Auswahlsuche des Landesverbandes BDK durchgeführt wurde, ging es für eines der erfolgreichen Gespanne anschließend noch um die Teilnahme an einem ganz besonderen Höhepunkt:
Ein Teckel darf somit den Landesverband BDK bei der Bundessiegersuche des DTK beim Niedersächsischen Teckelklub vertreten.
Für diese besondere Aufgabe wünschen wir dem Gespann bereits heute eine gute Vorbereitung, viel Suchenglück und natürlich kräftiges Waidmannsheil! 🍀🐾
Herzlicher Dank
Nach dem anspruchsvollen Prüfungstag fanden sich alle Teilnehmer, Verbandsrichter und Helfer noch einmal im Bürgerhaus zusammen. Bei einer hervorragenden Verpflegung ließ man den Tag in geselliger Runde ausklingen. Anschließend erfolgte die Preisverleihung, bei der die erfolgreichen Gespanne ihre verdiente Anerkennung erhielten. Unser besonderer Dank gilt den Verbandsrichtern und allen Helferinnen und Helfern, die mit ihrem Einsatz zum reibungslosen Ablauf der Prüfung beigetragen haben. Ebenso bedanken wir uns bei allen Hundeführern für ihre Teilnahme, ihren Einsatz und die faire Prüfungsatmosphäre.
Ein anspruchsvoller Prüfungstag mit schwierigen Fährtenbedingungen, spannenden Arbeiten und einem verdienten Auswahlsieger ging damit zu Ende.
Wir wünschen dem Vertreter des LV BDK bei der Bundessiegersuche viel Erfolg, Suchenglück und Waidmannsheil! 🌿🐾
Der Landesverband BDK gratuliert allen Teilnehmern herzlich und freut sich bereits auf die nächsten jagdlichen Herausforderungen mit unseren Teckeln.
Martin Kremmling
Obmann für das Jagdgebrauchswesen BDK













